Baden-Württemberg Faculty

RICHTLINIEN DES FACULTY MOBILITY PROGRAMS
zwischen dem Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg und dem Ontario Ministry of Training, Colleges, and Universities

1.1 Zielgruppe und Zielsetzung

Das Stipendium ermöglicht Wissenschaftlern der neun baden-württembergischen Universitäten Forschungs-, respektive Lehraufenthalte an einer Partneruniversität (s. Anlage) in der Partnerprovinz des Landes Baden-Württemberg, Ontario.

Die Stipendien sind zur Durchführung eines Projektes eigener Wahl in Kooperation mit einem wissenschaftlichen Gastgeber bestimmt, der die erforderlichen Forschungsmöglichkeiten am Gastinstitut bereit stellt und als Ansprechpartner bei der Durchführung des Forschungsprojektes zur Verfügung steht.

Die Stipendien werden an erfahrene Wissenschaftler vergeben. Von den Wissenschaftlern wird ein klar erkennbares eigenständiges wissenschaftliches Profil erwartet. Sie sind in der Regel bereits als Habilitand, Juniorprofessor oder Nachwuchsgruppenleiter tätig oder können eine mehrjährige eigenständige wissenschaftliche Tätigkeit nachweisen. Gefördert werden Wissenschaftler aller Fachgebiete. Die Richtlinien können Sie hier lesen.

1.2 Das Faculty Mobility Program

Das Stipendium wird zur Durchführung des vom Stipendiaten gewünschten und mit dem Gastgeber abgestimmten Projektes an einer Partneruniversität in Ontario verliehen; es wird erwartet, dass der Stipendiat mindestens einen öffentlichen Vortrag an der Gastuniversität hält. Das Stipendium dient zur Deckung der Reisekosten und des Lebensunterhaltes im Ausland.

In begrenztem Umfang kann während des Auslandsaufenthaltes eine Lehrtätigkeit übernommen werden. Der Schwerpunkt des Aufenthaltes sollte jedoch in der Anbahnung, oder der Durchführung eines Forschungsvorhabens liegen. Die Ausübung einer sonstigen hauptamtlichen Tätigkeit in oder außerhalb des Gastlandes ist während der Förderung nicht möglich.

1.3 Zeitraum, Beantragung und Auswahl

Über die Vergabe des Stipendiums entscheidet ein Auswahlausschuss an der Universität Konstanz, die als Koordinierungsinstanz für die Zusammenarbeit mit Ontario zuständig ist. Seine Zusammensetzung bestimmt das Wissenschaftsministerium in Abstimmung mit der LRK. Faculty Mobility Stipendien werden für einen Zeitraum von ein bis sechs Monaten verliehen. Bitte entnehmen Sie Details zu dem Antrag dieser Seite: Bitte entnehmen Sie Details zu dem Antrag dieser Seite. Dem formlosen Antrag ist eine Kurzbeschreibung (max. 1 Seite) des geplanten Vorhabens (Forschung und/oder Lehre) sowie eine ebenfalls formlose Erklärung der Gastinstitution und ein Lebenslauf in englischer Sprache beizufügen. Der Antrag ist über die Heimatuniversität (Prorektorat Forschung) an die Universität Konstanz zu stellen: Universität Konstanz, Auslandsreferat, z.H. Dr. Nani Clow, 78457 KN. 

Antragsfrist ist jeweils der 15. September (oder der darauffolgende Arbeitstag) für Forschungsaufenthalte im Folgejahr.

1.4 Stipendienbetrag

Der monatliche Stipendienbetrag beträgt 1.200 Euro. Die Mittel können auch für Ausgaben im Zusammenhang mit notwendigen Verbrauchsmitteln, Forschungsgeräten und Publikationen eingesetzt werden. Die Verwendung dieses Betrages muss nicht im Einzelnen nachgewiesen werden. Zusätzliche Beihilfen für die genannten Zwecke werden nicht gewährt werden.

1.4.1 Auszahlung des Stipendienbetrages

Die Gelder werden vom Wissenschaftsministerium der Universität Konstanz zur zentralen Bearbeitung zur Verfügung gestellt, die nach Bewilligung des Antrages die Überweisung an den Stipendiaten veranlasst.

1.5 Steuern und Abgaben

Der Stipendiat ist für seine steuerlichen Angelegenheiten selbst verantwortlich; ihm obliegt die Prüfung und Beachtung einer Steuerpflicht im Einzelfall.

1.5.1 In Deutschland

Die Stipendiaten sind im Rahmen der Bestimmungen des § 3 Nr. 44 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der Bundesrepublik Deutschland steuerfrei. Sie unterliegen nicht der deutschen Sozialversicherungspflicht.

1.5.2 Im Gastland

Der Stipendiat ist dazu verpflichtet, im jeweiligen Gastland nach Möglichkeit die Voraussetzungen für eine Steuerbefreiung oder Steuererstattung zu schaffen.

1.6 Reisekosten

Das Wissenschaftsministerium gewährt eine einmalige Reisekostenpauschale zur Deckung der Kosten für die An- und Rückreise. Diese wird i.H.v. 1.200 Euro für Ontario gewährt.

1.7 Einreisevisum

Die geförderten Wissenschaftler sind angehalten, sich rechtzeitig vor der Einreise mit der ausländischen Vertretung des zukünftigen Gastlandes in Deutschland (Botschaft oder Konsulat) in Verbindung zu setzen und die Einreiseformalitäten im Einzelnen zu klären. Aus dem Stipendium können anfallende Einreise- und Visagebühren gezahlt werden. Dem Stipendiaten wird empfohlen, sich nach Ankunft im Gastland mit dem Wissenschafts- oder Kulturreferenten der deutschen Auslandsvertretung in Verbindung zu setzen.

1.8 Versicherungen

Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten-, Haftpflicht- und Unfallversicherung können vom Wissenschaftsministerium nicht übernommen werden. Bei bestimmten Versicherungen (insbesondere Kranken- und Haftpflichtversicherung) sind ununterbrochene Versicherungszeiten von besonderer Bedeutung. Vor, während und nach dem Förderzeitraum sollten keine Zeiten ohne Versicherungsschutz entstehen.

1.9 Krankenversicherung

Der Stipendiat muss vom ersten Tag und während der gesamten Dauer des Auslandaufenthaltes bei einer Krankenversicherungsgesellschaft versichert sein, die ausreichenden Schutz im Gastland bietet. Dies betrifft auch die Zeit eines eventuellen Zwischenaufenthaltes in Deutschland. Eine Möglichkeit hierbei ist die Nutzung der Gruppenversicherung des DAAD.

1.10 Ankunft im Gastinstitut

Es ist ratsam, sich in der Verwaltung der Gastuniversität vorzustellen (z.B. im Büro des Dean, Provost, President). Bitte erläutern Sie in diesen Gesprächen auch die Kooperation zwischen Baden-Württemberg und Ontario im Wissenschaftsbereich (s. beigefügte Information).

1.11 Erfahrungsberichte

Einen gesonderten fachlichen Bericht über das durchgeführte wissenschaftliche Projekt fordert das Wissenschaftsministerium nicht an. Es erwartet vielmehr, dass die Forschungsergebnisse in wissenschaftlichen Publikationen ihren Niederschlag finden, gegebenenfalls auch erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Gegen Ende des Forschungsstipendiums bittet das Wissenschaftsministerium um einen kurzen Bericht über Erfahrungen und Beobachtungen in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zu schreiben. Bei Abfassung dieses Berichtes sollten auch Vergleiche mit den Verhältnissen in Deutschland gezogen werden.

2. REGELN GUTER WISSENSCHAFTLICHER PRAXIS, GESETZLICHE REGELUNGEN UND ALLGEMEINE VERPFLICHTUNGEN

Der Stipendiat ist verpflichtet, bei der Durchführung des geförderten Vorhabens die Grundsätze zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis einzuhalten. Die Regeln sind nachzulesen unter: http://www.dfg.de/foerderung/grundlagen_rahmenbedingungen/gwp/index.html.